Sportklasse des KKG

Sport leistet auch im schulischen Rahmen einen wichtigen Beitrag zur physischen, psychischen und sozialen Entwicklung. Zahlreiche wissenschaftliche Studien stellen einen klaren Zusammenhang zwischen körperlicher Betätigung und besseren schulischen Leistungen her, vgl. „Bessere Noten durch Bewegung“, SZ vom 3.1.2012.
Sport führt zu einer erhöhten Durchblutung der Muskulatur, das Gehirn wird stärker durchblutet, die Konzentrationsfähigkeit nimmt zu. Beim Sport werden Hirnareale beansprucht, die eng mit dem Sprachzentrum und dem Arbeitsgedächtnis verbunden sind. Die Aufmerksamkeit steigt, das subjektive Stressempfinden nimmt ab. (vgl. Tanja Pöpperl: „Bewegung macht schlau“, Zugriff am 4.2.2015).
Die Bedeutung des Sports ist unbestritten. Daher nimmt der Sport am König-Karlmann-Gymnasium einen besonderen Stellenwert ein. Bereits seit dem Schuljahr 2015/2016 setzen wir ein Sportkonzept um, das auf mehreren Säulen fußt und von Anfang an ein zentraler Teil des Schulprofils geworden ist. Sportlich besonders talentierten Schülerinnen und Schülern bieten wir die Möglichkeit, in der sogenannten „Sportklasse“ eine vertiefte sportliche Förderung zu erfahren. Im Regelunterricht bleibt der Klassenverband bestehen, die Zusammensetzung der Sportklasse betrifft nur den Sportunterricht. Durch die Kooperation mit dem Bayerischen Landessportverband und den Sportvereinen vor Ort können wir für Schülerinnen und Schüler ab 15 Jahren Lehrgänge zur Ausbildung zum Clubassistenten realisieren.
Gemäß dem Schulmotto „KKG – kompetent, kreativ, ganzheitlich“ verfolgen wir einen umfassenden Erziehungsansatz, der die ganze Schülerpersönlichkeit im Blick hat. Durch mehr Sportunterricht und durch ein breites Angebot an sportlichem Wahlunterricht können Schülerinnen und Schüler ihre sportlichen Neigungen auf hohem Niveau vertiefen, sich in Schülermannschaften einbringen und sozial engagieren.
Mit unserem Sportkonzept stärken wir unser Schulprofil und machen unsere Schülerinnen und Schüler nicht nur in den „klassischen“ Fächern fit für das Leben. Eine umfassende sportliche Ausbildung zu lebenslangem Sporttreiben vermittelt die Erfahrung, dass Sport einen wichtigen Beitrag für das psychosoziale Wohlbefinden leisten kann.
Im Sportunterricht der Sportklasse werden die Schülerinnen und Schüler gemäß ihrem sportlichem Talent und ihren Neigungen von speziell in diesen Sportarten qualifizierten Lehrkräften unterrichtet. Grundsätzlich erlernen die Sportklassenmitglieder die selben Inhalte wie alle anderen, aber auf höherem Niveau. Hinzu kommen die selbstgewählten Zusatzinhalte, z.B. aus den Bereichen Ballsportarten, Bewegungskünste und Leichtathletik. Die Sportklassenlehrkräfte wechseln zum Halbjahr, damit die Sportklassenmitglieder in ihren Zusatzinhalten speziell gefördert werden können.
Grundsätzlich können alle Sportarten unterrichtet werden, die im Lehrplan des Faches Sport am Gymnasium vorgesehen sind. Dabei setzen wir auf die besondere Expertise unserer Sportlehrkräfte, die zusätzlich zur Ausbildung im Sportstudium weitere Qualifikationen in der einen oder anderen Sportart erworben haben:
Mit unserer Sportklasse sprechen wir besonders talentierte und sportlich engagierte Schülerinnen und Schüler an. Hierfür ist in der Regel im Fach Sport die Note 1 im Übertrittzeugnis der 4. Klasse notwendig. Auch die Bereitschaft zur Teilnahme am Sportwahlunterricht und an den Schülermannschaften ist ein Kriterium. Diese wird bei der Einschreibung mittels eines Fragebogens erfasst.
Bereits im ersten Jahr der Umsetzung konnten wir mit dem Bayerischen Landessportverband einen starken Partner gewinnen, mit dem zusammen wir unseren Schülern die Ausbildung zum Clubassistenten ermöglichten. Diese Kooperation wird ebenso fortgeführt wie die Zusammenarbeit mit dem TV Altötting. Im Rahmen eines freiwilligen sozialen Jahres können wir eine junge und engagierte Kraft einsetzen, die im Bereich der Nachmittagsbetreuung und im Sportwahlunterricht eigene Akzente setzt.